TRI 15

Kunststücke, Tricks und Fertigkeiten eines Wällers

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“Balu Schröder vom Malberg”,
   (25.7.2001 - 5.6.2013)
war als typischer Wäller mit hoher Intelligenz, Vitalität, Sensibilität, Leichtführigkeit und einem starken Wunsch nach Bewegung und geistiger Betätigung ausgestattet.

Übungen mit der Nase

Da ein Hund mindestens 40 mal besser riechen kann als wir Menschen, ist er ein Meister darin, um Gerüchen zu folgen und Dinge zu finden und uns anzuzeigen. Jagdhunde eignen sich für derartige Aufgaben noch viel besser als Hütehunde. Ich zähle unter den vielen Möglichkeiten von Suchspielen hier nur eine einfache Suchübung auf, die ich Balu gerne ausführen ließ.

"Such Verloren"
Klick zum Film/3.14 Sek/29.2.2012
Balus Alter bei Filmaufnahme: 11 Jahre

Balu sucht versteckte Gegenstände oder Menschen im Haus oder im Freien. Ich "verliere" auch ab und zu auf Spaziergängen einen Gegenstand, den er dann suchen muss. Die Suche wird erschwert, wenn man in einem Raum mehrfach hintereinander den gleichen Gegenstand versteckt. Man kann das im Film deutlich erkennen.

Bei den folgenden Übungen muss Balu seine Nase anders benutzen.
Um dem Hund das Anstupsen eines Gegenstandes mit der Nase beizubringen, bringt man ihm zuerst bei, einen bestimmten Gegenstand (also ein Ziel wie einen Targetstab oder Ähnliches) anzustupsen. Ich finde eine Fliegenklatsche sehr praktisch. Manchmal nehme ich auch nur meinen Handrücken. Diese Klatsche halte ich zuerst in die Nähe der Nase des Hundes. Wenn dieser zufällig dagegen kommt, rufe ich begeistert "Ja" und gebe ihm ein Leckerchen. Man kann statt der Stimme auch einen Klicker benutzen, der ein lautes Knackgeräusch von sich gibt. Nun wird der Hund in der Regel aufmerksam und wird gezielt beobachten und probieren, wann er das Lob mit Leckerchen erhält.
Ein intelligenter Wäller, wie Balu, benötigte nicht viele Versuche und stupste bald gezielt das Ende des Stabes, die eigentliche Klatsche, an, sobald man diese in die Hand nahm. Wenn der Hund es nicht selbst ausprobiert, kann man ihm auch zuerst einige Male mit der Klatsche so nahe kommen, dass er dagegen stoßen muss. Hat der Hund einmal verstanden, dass er diese Klatsche mit der Nase berühren soll, kann man diese gezielt vor alle Gegenstände halten, die der Hund anstupsen soll. Nach und nach lässt man dann die Klatsche weg, bis er begriffen hat, was er unter einem bestimmten Kommando und Namen anstupsen soll.

"Stups"
Der Film zeigt das Stupsen einer Frisbee Scheibe
Klick zum Film/21 Sek/23.12.2011
Balus Alter bei Filmaufnahme: 10 Jahre

Balu stupst einen Gegenstand, Schalter oder Körperteil, auf den oder den ich ihm zeige oder hinhalte, mit der Nase an.
Zum Beispiel lasse ich ihn so die Frisbee-Scheibe berühren, die er auf diese Weise mit der Nase nach oben in die Luft und zu mir kickt. Ich werfe ihm die Scheibe zu, sage "Stups" und er kickt sie mir mit der Nase zurück.
Wenn ich "Fang" rufe, schnappt er die Scheibe aus der Luft.

Spielzeuge mit "Stups":
Ich habe nach Ideen meiner Hundefreundin Anke auch Spielzeuge für Balu gebastelt, bei denen er seine Nase benutzen muss, um an ein Leckerchen zu kommen.
1. Dazu habe ich eine große Wasserflasche in der Mitte durchbohrt und einen Stab hineingesteckt, sodass sich die Flasche um diesen Stab drehen kann. Nun fülle ich vor den Augen Balus ein Leckerchen hinein und halte ihm die Flasche am Stab hin. Nun muss er die Flasche am richtigen Ende anstupsen, damit sie sich so dreht, dass die Öffnung nach unten zeigt. Dann fällt das Leckerchen heraus, und er darf es fressen.

2. Ein weiteres Spielzeug ist eine Pappröhre. An einem Stab befinden sich an jedem Ende eine Papp-(oder Plastik-) Scheibe. Eine Scheibe ist am Anfang der Röhre platziert. Wenn Balu nun die Pappscheibe am äußeren Ende des Stabes anstupst, wird die andere Pappscheibe in der Röhre vorwärtsbewegt. Ein Leckerchen, was sich in der Röhre befindet, wird durch die Scheibe hinausbefördert, und Balu freut sich über die Belohnung.

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Grundsätzlich habe ich aber festgestellt, dass Balu diese Futtersuchspiele nicht sehr gerne mag und habe sie deshalb selten gemacht.

           71 Stubs den Napf-y

„Stups den Napf“
Klick zum Film/16 Sek/23.7.2008
Balus Alter bei Filmaufnahme: 7 Jahre

Balu schiebt einen Napf durch Anstoßen mit der Nase am Boden vor sich her.

„Küss die Hand“ 
Klick zum Film/6 Sek/20.10.11
Balus Alter bei Filmaufnahme: 10 Jahre
Balu stupst einen hingehaltenen Handrücken mit der Nase an.
Zeichen: Man muss Balu die Hand so hinhalten, dass er den Handrücken (oder die Wange, Ohr, etc.) mit der Nase anstupsen kann.
Diese Übung wurde aus dem anfänglichen "Stups" entwickelt, danach wurde das neue Kommando eingeführt.
Möchte man, dass der Hund das Ohr oder die Hand des Menschen leckt, so kann man ihm das beibringen, indem man etwas Butter oder Leberwurst, oder etwas anderes für den Hund Leckeres dorthin schmiert.
Man kann ihm zur Unterscheidung von "Küss die Hand", dann das Kommando "Küsschen" geben. Balu hat das nicht gelernt, weil die meisten Menschen diese Hundeküsse nicht mögen.

"Mach Licht an" (mit der Nase) oder Betätigung einer Klingel
Klick zum Film/20 Sek/20.10.11

Balus Alter bei Filmaufnahme: 10 Jahre
Balu betätigt einen Lichtschalter oder Klingelknopf durch Anstupsen mit der Nase. Häufig muss sich Balu zuerst vor oder an der Wand aufrichten, um den Schalter, der in der Regel hoch an der Wand ist, mit seiner Nase erreichen zu können. Im Alter hatte er Probleme mit dem Aufrichten. Deshalb habe ich ihn hier im Garten die Übung an einem Lichtschalter an der Wand zeigen lassen, nachdem ich ihn mit der Fliegenklatsche als Target angezeigt hatte, was ich wollte.

“ Mach die Schublade zu, Stups”
Klick zum Film/28 Sek/29.2.12

Balus Alter bei Filmaufnahme 11 Jahre
Balu schiebt eine Schublade mit Hilfe der Nase zu. Hier habe ich die Lernschritte an den für ihn neuen Schubladen in diesem Haus mitgefilmt

noch ein weiterer Film dazu:
Klick zum Film/35 Sek/19.2.2012
Balus Alter bei der Filmaufnahme: 11 Jahre

 

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